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Vom Bilderrätsel bis zum Trickfilm – die digitale Fotokamera

Ist das nicht ein schöner Arbeitstitel, über den ich da gerade gestolpert bin? Er gehört zu einem Seminar, das die LfM für ErzieherInnen anbietet? Dazu fällt mir meine 'alte' These ein: nie war es einfacher, zwei Grundsätze der Medienkompetenz selbst zu erfahren und zu vermitteln - Bilder sind nicht objektiv und Film ist Betrug. Beides war vor der allumfassenden Digitalisierung eher umständlich und teuer selbst nachzuvollziehen.
Dass ein Film aus Einzelbildern besteht (und die vermeintliche 'Bewegung' nur eine Verarsche von Auge/Gehirn ist) lässt sich durch nichts besser begreifen, als durch die eigenhändige Produktion einer Animation. Klar - geht auch mit Daumenkino. Aber die Gemeinsamkeit von Daumenkino und DVD Player ist doch relativ abstrakt, oder?
Filme und Animationen in gleicher Technologie selbst zu produzieren, wie sie tagtäglich konsumiert werden, ist jedoch heutzutage ohne kostspieligen Einsatz mit Hausmitteln möglich. Also: einfach mal machen.
Das gleiche gilt für ein Bild: Jedes Kind kann heute mit der Digitalkamera massenweise experimentelles Bildmaterial erzeugen ohne dass uns der Angstschweiß ob der Entwicklungskosten ausbricht - zudem gibt es keine Wartezeit mehr, bis das Material aus dem Fotoladen zurückkommt. Fotografieren - rein in den Computer - angucken, bearbeiten, verfremden, bescheißen... dass Bildern nicht zu trauen ist, liegt hier sofort auf der Hand.
Selbermachen - mit der Digitalkamera mehr anstellen, als nur Erinnerungsfotos zu schießen - besser lässt sich Medienkompetenz nicht vermitteln.

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