Schule zwischen Handyverbot und Handykunde
Irgendwie hat mein Bewusstsein auf diese Meldung sofort reagiert. Und zwar zwiespältig - vor allem auch wegen:
Was implementiert: Wer etwas verbietet, ist nur zu faul, sich damit auseinanzerzusetzen. Kann ja sein. Jetzt nehmen wir aber mal die Medienkompetenzbrille ab und betrachten das Problem ganz nüchtern: Es gibt Dinge, die sind während des Unterrichts einfach nicht angebracht. Handys stören. Also wird deren Benutzung während des Unterrichts nicht erlaubt. Basta. Essen ist i.d.R. auch nicht erlaubt - fordert statt dieses Verbots jemand die Einführung von Ernährungskunde? Bitte auf dem Teppich bleiben.
Die andere Frage ist im übrigen - wie so oft - die Frage des Vorbilds. Wie verankert ist im täglichen Leben noch das Bewusstsein, in welchen Situationen klingelnde Handys oder öffentliche Telefongespräche angebracht sind und wo nicht? Ich rede jetzt nicht von Jugendlichen sondern von Erwachsenen. Wie gesagt: Vorbild.